Codeabdeckung über die Befehlszeile aktivieren

Durch eine Aktivierung der Codeabdeckung über die Befehlszeile können Sie prüfen, ob der Code die Abnahmekriterien für die Codeabdeckung erfüllt, die Sie definiert haben. Hierzu müssen Sie Folgendes ausführen:

Sie haben außerdem die Möglichkeit, Codeabdeckungsberichte außerhalb der Workbench zu generieren und die Codeabdeckung über die Befehlszeile zu inaktivieren.

Klassenpfad zur Aktivierung der Codeabdeckung konfigurieren

Legen Sie die folgenden Umgebungsvariablen für CLASSPATH fest, um den Klassenpfad zur Aktivierung der Codeabdeckung zu aktivieren:

Instrumentierungsscript für die Codeabdeckung ausführen

Unter Windows heißt das Instrumentierungsscript 'instrument.bat', unter Linux 'instrument.sh'.

Das Instrumentierungsscript hat das folgende Format:

instrument.bat/sh -in <src-eingabeverzeichnis> [-baseline <referenzdatei>] [-saveBackup] [-verbose] [-output <ausgabeverzeichnis>]

Hierbei gilt Folgendes:

in:
Gibt die durch Pfade getrennte Liste der Verzeichnisse an, die die zu instrumentierenden Klassendateien enthalten. Das Pfadtrennzeichen ist betriebssystemabhängig. Bei Windows wird ein Semikolon (;) verwendet, bei Linux ein Doppelpunkt (:).


baseline:
Gibt den Pfad an, in dem die Referenzdatei gespeichert ist. Verwenden Sie diesen Parameter nur dann, wenn Sie Codeabdeckungsberichte außerhalb der Workbench generieren wollen. Bei der Referenzdatei handelt es sich um die Datei, mit der der instrumentierte Code zur Generierung der Codeabdeckungsstatistik verglichen wird. Sie dient als Eingabe für den Generator des Codeabdeckungsberichts.


saveBackup:
Gibt an, ob die ursprünglichen Klassen- und JAR-Dateien in '*.bak' umbenannt werden sollen. Bei Verwendung der Option 'saveBackup' werden Sicherungsdateien generiert. Wird die Option nicht angegeben, führt dies dazu, dass die ursprünglichen Dateien überschrieben werden (und daher verlorengehen).


verbose:
Gibt an, dass Informationsnachrichten ausgegeben werden sollen.


output:
Gibt das Ausgabeverzeichnis an, in dem die instrumentierten Dateien gespeichert werden sollen. Wird diese Option nicht verwendet, werden die instrumentierten Dateien im Eingabeverzeichnis gespeichert.

Beispiel 1

Im folgenden Beispiel ist die Codeabdeckung für die Dateien in den Windows-Verzeichnissen C:\java_code und C:\java_tests aktiviert. Für diese Dateien werden keine Sicherungen generiert. Die Referenzdatei ist im Verzeichnis C:\llc\coverage_reports gespeichert, Informationsnachrichten werden ausgegeben und die Ausgabedateien werden im Verzeichnis C:\instrumented_files gespeichert.

instrument.bat -in C:\java_code;C:\java_tests -baseline C:\llc\coverage_reports -verbose -output C:\instrumented_files

Beispiel 2

Im folgenden Beispiel ist die Codeabdeckung für die Dateien in den Linux-Verzeichnissen C:/java_source und C:/testcase_source aktiviert. Für diese Dateien werden keine Sicherungen generiert. Es wird keine Referenzdatei erstellt, Informationsnachrichten werden nicht ausgegeben und die Ausgabedateien werden im Verzeichnis C:/instrumented_files gespeichert.

instrument.sh -in /java_source:/testcase_source -saveBackup -output /instrumented_files

Codeabdeckungsberichte außerhalb der Workbench generieren

Weitere Informationen finden Sie unter Codeabdeckungsberichte generieren.

Codeabdeckung über die Befehlszeile inaktivieren

Um Klassen zu inaktivieren, die über die Befehlszeile instrumentiert wurden, müssen Sie das Projekt erneut kompilieren oder die Dateien '.class' durch die Dateien '.class.bak' ersetzten, falls der Parameter 'saveBackup' aktiviert wurde.

Zugehörige Konzepte
Codeabdeckungsanzeiger

Zugehörige Tasks
Codeabdeckung aktivieren
Stufen und Filter für Codeabdeckung konfigurieren
Codeabdeckungsanzeiger konfigurieren
Codeabdeckungsberichte analysieren